Monatsarchiv für März 2012

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PKW Anhänger

Heute gibt es ein Special rund ums Thema PKW Anhänger. Worauf beim Kauf achten, welche Hersteller gibt es, Tipps und Tricks sowie vieles mehr.
Zum Befördern von Lasten und Tieren oder für den nächsten Urlaub kann ein Anhänger sehr praktisch sein. Wer häufig einen Anhänger beansprucht, sollte über die Anschaffung eines eigenen nachdenken, als diese immer wieder teuer beim Verleiher oder von Freunden und Verwandten borgen zu müssen.
Wer mit dem Gedanken spielt sich einen anzuschaffen steht vor der Entscheidung was für einer es sein soll, welcher am geeignetsten ist und ob dieser neu oder gebraucht sein soll.
Zeitgleich stellen sich die Fragen nach den Möglichkeiten diesen überhaupt zu ziehen. Verfügt jeder, der diesen Anhänger ziehen soll über die entsprechende Fahrerlaubnis? Wie steht es um die Versicherungen für Anhänger? Und worauf ist prinzipiell beim Kauf eines gebrauchten Anhängers zu achten?
Ein Anhänger sollte mit Ruhe und Bedacht ausgesucht werden. Es gibt einige Faktoren, welche beachtet werden sollten um im Nachhinein keinen Fehlkauf festzustellen.

Welche Varianten von PKW Anhängern gibt es (gebremst, ungebremst)?

Anhänger sind für die verschiedenen Zwecke erhältlich. Beispielsweise existieren Wohnwagen, Pferdetransportanhänger, Lastenanhänger oder Verkaufswagen, welche hinter einen Zugfahrzeug gezogen werden.
Vor allem werden Anhänger aber in gebremst und ungebremst unterschieden.
Ungebremste Anhänger verfügen über keine eigenen Bremsen. Weder Handbremse oder Stellbremse sind vorhanden. Das Zugfahrzeug muss die komplette erforderliche Bremsleistung aufbringen und den Hänger mit bremsen. Der Vorteile dieser Anhängervariante liegen vor allem im Anschaffungspreis und den Unterhaltskosten, da diese weitaus geringer ausfallen als bei gebremsten.

Gebremste Anhänger hingegen verfügen über eine eigene Bremse. Die Bremsanlage des Anhängers besteht aus einer Auflaufeinrichtung, Übertragungseinrichtung und einer Radbremse mit Rückfahrautomatik. Wird die Bremse im Zugfahrzeug betätigt, läuft der Anhänger auf. Dadurch wird die Zugstange eingeschoben und mittel der Übertragungseinrichtung wird daraufhin die Radbremse betätigt.
Für die Verwendung eines gebremsten Anhängers sprechen zahlreiche Argumente.
Zum einen sind selbst Kleinwagen in der Lage die erlaubte Anhängerlast von bis zu 750 Kg zu nutzen. Auch ungebremste Anhänger verfügen über eine zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 750 Kg, aber kaum ein Kleinwagen ist in der Lage die benötigte Leistung aufzubringen um diesen zu ziehen. Mit einer gebremsten Variante stellt dies kein Problem mehr dar.
Des Weiteren bricht ein gebremster Anhänger bei einer Notbremsung in der Kurve nicht so schnell aus und das Gespann kommt prinzipiell 25 % schneller zum Stehen, während sich der Bremsweg um ca. 17 % verringert. Letztendlich werden die Fahreigenschaften des gesamten Gespanns deutlich verbessert, da die Radbremsen des Anhängers einen Teil der Bremslast von Zugfahrzeug nehmen.
Zeitgleich schon ein gebremster Anhänger die Bremsen des Zugfahrzeug.

Die 100 km/h –Zulassung

Für Zugfahrzeuge mit Anhänger gibt es in Deutschland eine Geschwindigkeitsbegrenzung, welche bei 80 km/h liegt.
Bestimmte Gespanne können allerdings eine Ausnahmeregelung erhalten. Demnach liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 100 km/h.

Hierzu zählen mehrspurige Kraftfahrzeuge und 100-km/h-zugelassene Busse mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t inkl. Anhänger dürfen auf Kraftfahrtstraßen und Autobahnen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h fahren.

Eine der zu erfüllenden Voraussetzungen für die Erlaubnis ist, dass das Zugfahrzeug über ABS verfügt.

Des Weiteren gilt für jedes Gespann, welches die Zulassung erhält, folgende Verordnungen zu erfüllen:
Die zulässige Masse des Anhängers muss gleich oder geringer sein als die zulässige Anhängerlast und die Masse des Zugfahrzeugs.
Die Bereifung des Anhängers darf nicht älter als 6 Jahre sein, muss der Geschwindigkeitskategorie L (= 120 km/h) entsprechen und sie darf keinen Zuschlag zum Lastindex erhalten.
Des Weiteren muss die, vom Amt gesiegelte, 100 km/h Plakette sichtbar am Heck des Anhängers angebracht werden.

Welcher Führerschein wird benötigt?

Für die verschiedenen Möglichkeiten einen Anhänger zu ziehen bedarf es unter Umständen einer speziellen bzw. erweiterten Fahrerlaubnis.

Mit dem alten Führerschein der Klasse 3 (wurde bis einschl. 1998 erteilt) darf der Fahrer Gespanne mit bis zu 3 Achsen fahren. Das Zugfahrzeug darf allerdings ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,5 t nicht überschreiten. Des Weiteren dürfen alle einachsigen Anhänger sowie Tandemachsen wie beispielsweise Pferdetransporter oder große Wohnwagen gezogen werden.

Seit Einführung der neuen Klassen darf mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B ein Kraftfahrzeug bis 3,5 t geführt werden in Kombination mit einem Anhänger, der ein zulässiges Gesamtgewicht von 750 Kg nicht überschreitet. Ein Anhänger über 750 Kg darf gezogen werden, wenn die zulässige Gesamtmasse des Hängers die Leermasse des Zugfahrzeugs nicht überschreitet und die zulässige Gesamtmasse von Fahrzeug und Anhänger nicht größter als 3,5 t ist.

Mit einer erweiterten Fahrerlaubnis BE dürfen Anhänger über 750 Kg gezogen werden, deren zulässiges Gesamtgewicht die Leermasse des Pkws überschreiten und Anhänger, deren zulässiges Gesamtgewicht zwar nicht größer ist als das Leergewicht des Pkws, aber die beiden Summen der Gesamtmassen (Anhänger + Kraftfahrzeug) größer ist als 3,5 t.

PKW Anhänger Versicherung

Die Versicherungen für Anhänger sind nicht so ganz einfach. Zum einen ist eine Anhängerhaftpflicht Pflicht, zum anderen greift diese dann aber nicht prinzipiell bzw. kann unter Umständen sogar in der Pkw-Versicherung miteinbezogen werden.
Die Anhängerhaftpflicht haftet bei Unfällen. Dabei wird auch der Halter des Anhängers zur Verantwortung gezogen und nicht mehr nur der Fahrer. Bis zum Jahr 2002 war ein Anhänger stets über die KFZ-Versicherung des Zugfahrzeugs versichert. Heute benötigt ein Anhänger eine eigene Haftpflichtversicherung.
Der Geschädigte bei einem Unfall, kann letztendlich wählen, ob er für seinen Schaden die Versicherung des Zugfahrzeugs, des Anhängers oder beide zusammen beansprucht.
Dies gilt allerdings ausschließlich für Schäden, die von Anhängern im Gespannbetrieb verursacht werden. Für Schäden, die ein abgestellter Anhänger verursacht haftet die private Haftpflichtversicherung des Besitzers. Dieser Umstand resultiert daraus, dass ein Anhänger aufgrund des Nichtvorhandenseins eines Motors nicht als Kraftfahrzeug angesehen wird.
Lediglich bei betrieblich genutzten Anhängern existieren besondere Umstände. Diese nicht zulassungs- und versicherungspflichtigen Anhänger können mit besonderer Vereinbarung über die Betriebshaftpflicht versichert werden, sobald sich diese in keinem Gespann befinden.

PKW Anhänger Hersteller:Welches sind die bekanntesten Hersteller und Anbieter in Deutschland?

Deutschlandweit existieren zahlreiche Herstellerfirmen für Anhänger. Dabei sind die einzelnen Produzenten oftmals auf spezielle Arten wie z. B. Pferdeanhänger, Wohnwagen oder Lastenanhänger spezialisiert. Den ganzen Beitrag lesen »