Nach dem gestrigen Auftritt vor rund 18 Millionen Fernsehzuschauern hat sich doch der ein oder andere gefragt, wer denn nun der Sieger des TV Duells war. Eine große Boulevard-Zeitung sah nur einen Sieger- Moderator Stefan Raab, der es zumindest versucht hat, die ausschweifenden Antworten von Angela Merker und Peer Steinbrück auf einen Punkt zu bringen.

AutoScout24 hat im Rahmen einer Umfrage ebenfalls einen Sieger gefunden. Zumindest im Falle eines Autoverkaufs wäre unsere bisherige Kanzlerin widergewählt- denn jeder 5. würde sein Auto bei Angy kaufen!

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

Sowohl bei der Wahl der Volksvertreter als auch beim Erwerb eines Autos von einem Verkäufer geht es um eines: Vertrauen. Ein Grund für AutoScout24, den größten Online-Automarkt europaweit, unter 1.052 Autofahrern in Deutschland eine repräsentative Wahlumfrage der etwas anderen Art in Auftrag zu geben: Welchem Spitzenkandidaten würden sie am ehesten ein Auto abkaufen? Dabei zeigt sich: Jeder Fünfte würde von der aktuellen Kanzlerin ein Fahrzeug erwerben (21 Prozent). 42 Prozent können jedoch keine Aussage darüber treffen, welchem Spitzenkandidaten sie ein Auto abkaufen würden. Bei der Landtagswahl in Bayern liegen die beiden Spitzenkandidaten fast gleichauf.

Steinbrück als Autoverkäufer auf Platz zwei, Gysi im Osten beliebt

Zehn Prozent der Autofahrer würden am ehesten dem SPD-Kandidaten Peer Steinbrück ein Auto abkaufen. Damit kommt er auf etwa die Hälfte der “Stimmen” der amtierenden Kanzlerin. Auf ihn folgen Jürgen Trittin von den Grünen und der Linke Gregor Gysi (jeweils 9 Prozent). Rainer Brüderle (FDP), Sebastian Nerz von den Piraten und Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) würden als Autoverkäufer an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern (jeweils 3 Prozent). Ein großer Unterschied zwischen dem Osten und Westen der Republik zeigt sich bei Gregor Gysi: Gerade einmal fünf Prozent der Westdeutschen würden ihm ein Auto abkaufen. Im Osten landet er mit 19 Prozent auf Platz zwei knapp hinter Angela Merkel (23 Prozent).

In Bayern gewinnt Seehofer die Sympathie der Männer, Ude die der Frauen

Im September wird nicht nur ein neuer Bundestag bestimmt – auch der bayerische Landtag wird neu gewählt. Als potenzielle Autoverkäufer liefern sich die Spitzenkandidaten von CSU und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Horst Seehofer (CSU) würden 37 Prozent der Autofahrer im Freistaat ein Fahrzeug abkaufen, Christian Ude (SPD) 35 Prozent. Interessant ist hier der Geschlechterunterschied: Bei den männlichen Autofahrern liegt Horst Seehofer klar vorne (47 Prozent zu 37 Prozent), bei den Frauen ist es der Sozialdemokrat Ude (33 Prozent zu 25 Prozent).

Ein Drittel für ein Tempolimit von 120 km/h – zwei Drittel dagegen

Ein Thema, das im Wahlkampf diskutiert wurde, war eine mögliche Einführung eines Tempolimits von 120 km/h. Für eine solche Geschwindigkeitsobergrenze sprechen sich 35 Prozent der Autofahrer aus, etwa ein Viertel aus Gründen der Verkehrssicherheit (26 Prozent). Neun Prozent möchten so die Umwelt schützen. Frauen wünschen sich eine solche Beschränkung häufiger als Männer (43 Prozent der Frauen zu 30 Prozent der Männer). Von den Autofahrern, die sich gegen ein Tempolimit aussprechen (61 Prozent), gibt der Großteil an, dass sie die in der Diskussion angeführten Pro-Argumente nicht überzeugen (46 Prozent). Jeder sechste Autofahrer möchte keine allgemeine Beschränkung auf 120 km/h, weil er das schnelle Fahren genießt (15 Prozent). Das gilt vor allem für jüngere Autofahrer: In der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren geben dies 28 Prozent der Befragten an.

Autofahrer wollen niedrigere Steuern auf Kraftstoff und bessere Straßen

Fragt man Deutschlands Autofahrer, welche verkehrspolitischen Wünsche sie gerne der nächsten Bundesregierung mit auf den Weg geben möchten, geben 68 Prozent niedrigere Steuern auf Benzin und Diesel an. Mehr Investitionen in die Verbesserung des deutschen Straßennetzes wünscht sich jeder Zweite (51 Prozent). 47 Prozent sind mehr kostenfreie Parkplätze in den Städten ein Anliegen. Eine Senkung der Kfz-Steuer würden 46 Prozent begrüßen. Immerhin knapp zwei von fünf befragten Autofahrern möchten aber auch, dass sich die nächste Regierung stärker um die Förderung von Alternativen zum Automobil kümmert (39 Prozent). Die Einführung einer PKW-Maut würden sich 23 Prozent wünschen.

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