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IAA 2009

Blick auf die IAA 2009 aus Sicht der alternativen Antriebe

Auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main vom 17. bis 27. September 2009 werden eine Reihe neuer Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben vorgestellt.
Diese alternativen Antriebe der neuen Fahrzeugmodelle verschiedenster Hersteller gliedern sich im wesentlichen in drei Kategorien. Die am weitesten verbreitete und ausgereifteste Technologie ist der sogenannte Hybridantrieb. Hier ergänzen sich herkömmliche Verbrennungsmotoren und Elektromotoren zu einem spritsparenden und umweltfreundlicheren Antrieb, wobei der Verbrennungsmotor für höhere Leistungen und Reichweiten des Fahrzeugs sorgt. Eine zweite Technologie ist der reine Elektroantrieb. Hierbei wird ein Akkumulator, der zurzeit meist aus Lithium-Ionen-Zellen besteht, mit Strom aus der Steckdose geladen und treibt einen Elektromotor an.
Die dritte Variante eines alternativen Antriebes ist die Brennstoffzelle. Dabei wird aus gasförmigem Wasserstoff und Luftsauerstoff durch eine Brennstoffzelle elektrischer Strom erzeugt, welcher einen Elektromotor antreibt. Im Ergebnis dieses Prozesses entsteht reiner Wasserdampf. Ein großer Vorteil gegenüber Akkumulatoren ist der Wegfall langer Ladezeiten. So soll der Wasserstofftank in etwa 3-5 min. gefüllt sein.
Der SUV BMW X6 wird als sogenannter Vollhybrid bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Modellen kann dieses Fahrzeug auch rein elektrisch fahren. Im X6 kommen ein V8 Turbo Benziner mit 407 PS sowie zwei Elektromotoren mit 86 beziehungsweise 91 PS zum Einsatz. Trotz des hohen Gewichtes von 2,5 t, begründet durch den Einsatz eines Nickelmetallhydridakkus, überzeugt der X6 durch ansehnliche Fahrleistungen. So kommt er in 5,6 s von null auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 250 km/h und der Verbrauch liegt bei 9,9 l je 100 km. Daneben präsentiert BMW auf der IAA auch den 7er ActiveHybrid. Bei diesem Modell ist ein Fahren nur mit elektrischen Strom nicht möglich.
Mercedes wird auf der IAA mit der B-Klasse F-Cell zu sehen sein. Dieses Brennstoffzellenauto wird durch einen Elektromotor mit einer Leistung von 100 KW angetrieben. Zur Energiespeicherung kommt ein Lithium-Ionen-Akku zur Anwendung. Die Antriebskomponenten sollen im Falle eines Unfalls bestmöglich geschützt sein. Der F-Cell soll immerhin in unter 11 s auf Tempo 100 kommen und umgerechnet 3,3 l je 100 km verbrauchen. Die Höchstgeschwindigkeit dieses Modells liegt bei 170 km/h.
Der Hersteller Peugeot wird auf dieser Messe mit dem 3008 Hybrid4 zu sehen sein. Die Besonderheit ist hier ein Elektromotor mit 27 KW der die Hinterräder antreibt, während ein 2 l Diesel mit 163 PS für den Antrieb der Vorderräder zuständig ist. Auf Tempo 100 kommt der Peugeot 3008 in 8,8 s und verbraucht etwa 3,8 l je 100 km. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 209 km/h.
Die Ingenieurgesellschaft IAV, der Spezialfahrzeugbauer Indi-Kar und Herpa haben sich vereint, um einen Prototypen des Trabi nT als reines Elektroauto auf der diesjährigen IAA vorzustellen.
Das Gewicht, die Grösse und der Preis von Akkumulatoren bilden bei reinen Elektromodellen immer noch das grösste Hemmnis für die Serienreife von 100% emissionsfreier Fahrzeuge, aber immerhin hat die amerikanische Firma Tesla mit ihrem Roadster bereits bewiesen, dass es möglich ist, ein reines Elektroauto mit ansprechenden Leistungsmerkmalen zu bauen. Wenn man den Ankündigungen der Hersteller glauben darf, so ist hier spätestens 2012 mit ersten ausgereiften Serienmodellen zu rechnen. Auch das Brennstoffzellenauto F-Cell von Mercedes geht bereits Ende 2009 in Kleinserie und soll ab Mitte 2010 in Serie gebaut werden.

Die Starts der IAA werden hier vorgestellt: IAA

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