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Neuwagenpreise ziehen deutlich an

Schlechte Zeiten für Neuwagenkäufer. In der ersten Hälfte des Jahres mussten Verbraucher so tief wie noch nie in die Tasche greifen, um einen Neuwagen zu kaufen. Im Vergleich zum Vorjahr verteuerte sich der Preis im Durchschnitt um 3,3 Prozent. Das hindert die Deutschen jedoch nicht daran, sich dennoch für neue Autos zu entscheiden. Die Statistiker konnten ein kräftiges Plus bei den Zulassungszahlen verzeichnen und das ist ein Trend, der in ganz Europa sichtbar ist.

Wenn der alte Wagen klappert, die Bremsscheibe völlig abgenutzt ist und der Motor kurz vor seinem Ende steht, dann ist es Zeit für ein neues Fahrzeug. Immer mehr Deutsche entscheiden sich in dieser Situation für einen Neuwagen und das, obwohl die Preise weiter steigen. Um 827 Euro oder 3,3 Prozent stieg der Preis für ein neues Automobil zwischen Januar und Mai 2011 an, vor allem billige Marken waren von dieser Entwicklung betroffen.

Neuwagen werden teurer

Hersteller, die bisher dafür bekannt waren, besonders günstige Wagen herzustellen, haben bei ihren Autos die höchsten Preiszuwächse zu verzeichnen. Vor allem Dacia ist hiervon betroffen. Die Autos der Marke verteuerten sich im Schnitt um mehr als 12 Prozent, das entspricht fast 1.400 Euro. Mit gut 12.000 Euro pro Neuwagen ist der rumänische Hersteller aber immer noch unschlagbar günstig. Lediglich der Kleinwagenhersteller Smart ist im Durchschnitt noch günstiger als die Tochter von Renault. Unter den untersuchten Autobauern ist Mercedes der Teuerste. Für einen Wagen mit Stern auf der Haube muss der Käufer mehr als 41.000 Euro zahlen und das ist ein stolzer Preis, aber auch BMW war nur unwesentlich günstiger und landete auf Platz zwei. Während die Preise dieser beiden Marken auch anzogen, blieben Autos von Audi im Preis hingegen stabil. Lediglich eine Steigerung von 0,2 Prozent war zu verzeichnen. Im Schnitt kostete ein Neuwagen den deutschen Verbraucher in den ersten fünf Monaten des Jahres 25.740 Euro, wohlgemerkt ohne die oft teure Zusatzausstattung.

Mehr Neuzulassungen trotz hoher Preise

Trotz der gestiegenen Preise ist der Autoabsatz sowohl in Deutschland als auch in Europa deutlich angestiegen. Die Zahl der verkauften Autos stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahr um deutliche 22 Prozent an, insgesamt wurden 304.543 Neuwagen angemeldet. Der Zuwachs ist besonders hoch, weil das Jahr 2010 einen sehr niedrigen Absatz zu verzeichnen hatte. Dies lag vor allem an der Abwrackprämie im Jahr 2009 und den wirtschaftlichen Problemen im Jahr 2010.
Trotz der Krise in einigen Ländern konnte auch europaweit der Absatz gesteigert werden. 7,6 Prozent mehr Neuwagen wurden zugelassen und das, obwohl in Spanien der Verkauf um mehr als 20 Prozent einbrach und auch Großbritannien eine negative Zahl verzeichnen musste.

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